Was ist PICS?

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Was ist PICS?

In Deutschland werden jährlich mehr als zwei Millionen Patienten auf einer Intensivstation behandelt. Wissenschaftliche Arbeiten haben gezeigt, dass es durch die prolongierte Intensivtherapie zu verschiedenen Langzeitfolgen kommen kann, die die Lebensqualität der Patienten einschränken und das Behandlungsergebnis verschlechtern. Dies bezeichnet man als Post Intensive Care Syndrom (kurz PICS).

Neben der möglichen Abhängigkeit vom Beatmungsgerät kann ein PICS auch andere nachhaltige Beeinträchtigungen zur Folge haben. Oftmals stehen neuro-psychologische Defizite wie verminderte Belastbarkeit, Angststörungen oder signifikante kognitive Störungen wie Konzentrationsschwäche oder Gedächtnisstörungen im Vordergrund. Viele Patienten sind von einer, zum Teil ausgeprägten Muskelschwäche betroffen. Außerdem können Hör-, Seh- und Schluckstörungen auftreten. Daher bedarf das Syndrom oftmals einer umfangreichen medizinischen Nachsorge, welche Schwerpunkt unserer Ambulanz ist.

[1] Daten gemäß GBE-Bund; [2] DIGAB, DIVI, DGNI, DGP, DEGAM, VPK, BdP, Hausärzteverband, Positionspapier zur aufwendigen häuslichen Krankenpflege bei tracheotomierten Patienten mit und ohne Beatmung, 2016; [3] P. Pandharipande et al., N Eng J Med, 2013; [4] E. Fan et al., Crit Care Med, 2014; [5] L. Pandit et al., Clin Neurol Neurosurg, 2006