Das Bild zeigt einen Arzt am Tisch, der den Blutdruck einer jungen Patientin mit einem Blutdruckmessgerät misst.

Simulatortraining Intensivmedizin

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Simulatortraining Intensivmedizin – Diagnose und Therapie der schweren Sepsis

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Sepsis und septischer Schock stellen nach wie vor ein führendes Problem in Bezug auf Morbidität und Mortalität bei kritisch Kranken dar. Neben der Grundlagenforschung und der Suche nach neuen bzw. verbesserten Therapiestrategien ist auch eine verbesserte medizinische Ausbildung notwendig, um eine effiziente Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die klinische Routine zu erreichen.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Sepsisgesellschaft bieten wir deshalb dieses praxisorientierte Training zur Diagnose und Therapie der schweren Sepsis mit praktischen Übungen am Patientensimulator an. In einem zweitägigen Hands-on-Kurs können die Teilnehmer, angefangen von der frühzeitigen Erkennung eines Patienten mit beginnender Sepsis, die evidenzbasierte Therapie der schweren Sepsis mit und ohne Organversagen und des septischen Schocks sowie die effiziente Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die klinische Routine trainieren.

Dazu wird an den Workshop-Tagen eine "virtuelle Intensivstation" geschaffen und anhand von Patientenfällen gearbeitet. Diese werden in einer realitätsnahen Arbeitsumgebung mit allen Geräten und entsprechendem Personal der Intensivstation (Pflegekraft aus dem Simulations-Team) nachgestellt. Zu den fiktiven Patienten werden alle benötigten und angeforderten Befunde gestellt.

Dazu gehören Arztbriefe und Patientenakten, Kurvenverläufe, Röntgenbilder, Ultraschallbilder inkl. TEE, Konsiliariendienste unterschiedlicher Fachrichtungen, Hämofiltration, PICCO® - Darstellung sowie Labor- und Blutgasanalysen.

Die Szenarien-Teilnehmer werden in Zweier- oder Dreier-Teams mit der Aufnahme eines Patienten konfrontiert, der unterschiedliche SIRS-Kriterien erfüllt, und aufgefordert, in einer der klinischen Situation weitestgehend entsprechenden Umgebung Behandlungs- und Problemlösungsstrategien zu entwickeln. Im Focus stehen die primäre Stabilisierung eines zunehmend instabilen Patienten und die anschließende Erarbeitung kurz- und längerfristiger therapeutischer Konzepte, die Entscheidungsfindung über notwendige diagnostische, interventionelle oder chirurgische Maßnahmen.

Die übrigen Teilnehmer haben die Möglichkeit über direkte Videoübertragung das Geschehen am Intensivbett live zu verfolgen. Sie haben ebenfalls Einblick in alle vorhandenen oder angeforderten Befunde und können so parallel die Fälle diskutieren.

Zentrales Element simulatorgestützten Trainings ist die anschließende Nachbesprechung der Szenarien, das sogenannte Debriefing. Hier haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, sich über Behandlungsstrategien, Standards und andere Fragen auszutauschen. Neben der fachlichen Aspekte werden auch die Grundlagen der Non-technical Skills wie Kommunikation und Teamwork besprochen.

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In Zusammenarbeit mit der
Deutschen Sepsisgesellschaft e.V. (DSG)

www.sepsis-gesellschaft.de

Weitere links:

www.survivingsepsis.com