Das Bild zeigt eine Ärztin am Schreibtisch, die einem Patienten ein Röntgenbild erklärt.

Acute Crisis Resource Management

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Acute Crisis Resource Management

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Forschungsarbeiten zur Inzidenzhäufigkeit und zu den Ursachen von Narkosezwischenfällen liegen weltweit vor. Aufgrund empirischer Erkenntnisse geht man davon aus, dass Human Factors bei Narkosezwischenfällen zu ca. 80 % ursächlicher oder stark beitragender Faktor sind . Man kann vier psychologische Einflussfaktoren ausmachen:

  • mangelnde Erfahrungen mit Krisensituationen,
  • Einsatz inadäquater Strategien des Krisenmanagements,
  • unkontrollierter Einsatz von (defekter) Medizintechnik und
  • sozial-kommunikative Faktoren wie Informationsweitergabe, gemeinsames Planen und Entscheiden.

Diese Human Factors sind bewusst beeinflussbare psychologische Faktoren der beteiligten professionellen Personen. Das Gefahrenpotenzial durch suboptimales Krisenmanagement lässt sich anhand der Datenlage genauer bestimmen: Potenziell gefährlich an einem Narkosezwischenfall ist der Umstand, dass Narkoseärzte weder durch generelle Problemlösestrategien noch durch verfahrens- und fallspezifische Problemlösestrategien darauf vorbereitet sind, komplexe intraoperative Krisen zu antizipieren, zu verhindern oder schadensfrei zu managen. Es liegt sicher in der Natur erfahrungsbasierter krisenbewältigungskompetenz, die viele Narkoseärzte erst nach langjähriger Berufspraxis erwerben, dass insbesondere Präventionsstrategien zur Vermeidung von verfahrensspezifischen Risiken schwer zu ermitteln und ebenso schwer zu vermitteln sind.

Kurskonzept

Das bewährte Ausbildungskonzept, entwickelt aus dem Crew Resource Management Training der zivilen Luftfahrt, wird seit 1999 an der Charité durchgeführt. Die Simulationen werden als Nachstellungen "echter" Anästhesieverläufe mit Narkosezwischenfällen geplant, d.h. es wird ein Szenario vorgegeben und der weitere Ablauf durch die Instruktoren gesteuert.

Jedes Szenario wird anschließend in einem sogenannten "Debriefing" aufgearbeitet. Dieses Debriefing wird durch die Kursleiter moderiert. Ziel ist dabei, die o.g. Lernziele umzusetzen, ein selbstreflexives Lernen zu induzieren und die positive Motivation der Teilnehmer zu stärken. Der Kurs wird mit einer Evaluation durch die Kursteilnehmer abgeschlossen.

Die Kurse folgen den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI), die im Dezember 2002 publiziert worden sind.

Bitte beachten Sie, dass die Ansprechpartner für das Fort- und Weiterbildungsangebot zukünftig wie folgt erreichbar sind:

Charité Universitätsmedizin Berlin
Berliner Simulations- und Trainingszentrum (GB BeST)
Interne Campusadresse: Virchowweg 24, Aufgang A
Charitéplatz 1
10117 Berlin  


E-Mail: berliner-simulationstraining(at)charite.de
Telefon: 030 450 531 229
Fax: 030 450 7 531 229

Aktuelle Termine entnehmen Sie bitte unserer Webseite: https://best.charite.de/